Wir haben gewonnen!

Schülerwettbewerb 2024/2025 Haus der Heimat Baden-Württemberg
Nachbarn im Osten: „Weggehen müssen… – Flucht und Vertreibung“

Die Klassen 2BFH1, 2BFP1, SGG11.1, SGG11.2, SGG11.3 nahmen am diesjährigen Wettbewerb teil und mehrere Schülerinnen haben in den Kategorien „Schreiben und Gestalten“ und „Künstlerisches Arbeiten“ gewonnen!

Was genau waren die Aufgaben?

Kategorie „Schreiben und Gestalten“
„Schrecklich, aber wahr“ – Ein Podcast zur Deportation der Russlanddeutschen

1941 überfiel die deutsche Wehrmacht die Sowjetunion. Für die dort lebenden Deutschen, meist schon seit Jahrhunderten ansässig, hatte dies weitreichende Folgen: Sie wurden kollektiv als NS-Kollaborateure bezeichnet, als deutsche Spione, als Deutschlands „Fünfte Kolonne”. Am 28. August 1941 befahl Stalin die Deportation von rund 900.000 Menschen, überwiegend aus der Wolgaregion, nach Sibirien und Kasachstan. 15 Jahre lebten sie dort in sogenannten Sondersiedlungen. Ohne staatsbürgerliche Rechte und unter Aufsicht von Sicherheitsbehörden, anfangs oft in selbstgegrabenen Erdhütten, kaum mit dem Nötigsten ausgestattet, mussten sie Zwangsarbeit verrichten. Der wolgadeutsche Lehrer Dmitrij Bergmann schrieb in sein Tagebuch: „Schrecklich, aber wahr. […] Unbegreiflich! Aber ungerecht die Anschuldigung. Zu allumfassend.” Die Zahl der während Deportation und Verbannung Gestorbenen wird mit bis zu 150.000 angegeben.

Die Aufgabe: Sich über die Deportation der Russlanddeutschen ab 1941 informieren und darüber einen etwa 5–7-minütigen Podcast erstellen.

Kategorie „Schreiben und Gestalten“
Auf der Flucht – Brief einer Puppe

Am 31. Mai 1945 musste die deutschsprachige Bevölkerung die Region Mähren im heutigen Tschechien verlassen. Insgesamt 27.000 Menschen, darunter viele Frauen, Kinder und einige ältere Männer, wurden aus der Stadt Brünn/Brno zu Fuß ins sowjetisch besetzte Österreich vertrieben. Viele überlebten den 55 km langen Fußmarsch zur Grenze nicht. Den Kindern bot oft ein Spielzeug Trost, Halt und Sicherheit. So hatte ein 5-jähriges Mädchen beim sogenannten „Brünner Todesmarsch“ eine Puppe bei sich. Heute befindet sie sich als Zeitdokument im Sudetendeutschen Museum in München. Was würde wohl diese Puppe ihrer ehemaligen, nunmehr über 80-jährigen Besitzerin in einem Brief über ihre gemeinsamen Erlebnisse schreiben?

Die Aufgabe: Sich über den „Brünner Todesmarsch“ Informieren und einen 4–6-seitigen Brief verfassen.

Kategorie „Künstlerisches Arbeiten“

Heimat im Gepäck – ein Stillleben

Ein Umzug in eine andere Stadt oder ein anderes Land bedarf sorgfältiger Planung: Es müssen Dinge aussortiert, Möbel auseinander gebaut und Umzugskartons beschriftet werden. Doch was ist, wenn Menschen gezwungen sind, aus ihrer Heimat zu fliehen, wenn eine gründliche Organisation nicht möglich ist? Alle Entscheidungen müssen schnell getroffen, nur das Nötigste und Wichtigste darfeingepackt werden. Oftmals weiß man nicht, was einen unterwegs oder am Ziel erwartet, und ob und wann man seine alte Heimat wiedersehen wird.

Die Aufgabe: Stell dir vor, du musst ein kleines Reisegepäck zusammenstellen. Überlege dir dabei, was für dich Heimat bedeutet, und packe diese gedanklich in einen Rucksack. Arrangiere ein Stillleben aus mindestens 4 Dingen, die für dich Heimat bedeuten.

GGK-Fachschaft