Maximale Perspektive: Die ASS bei Jugend forscht 2026
Am 24. und 25. Februar 2026 nahm der NExT-Seminarkurs der Albert-Schweitzer-Schule Sinsheim in voller Besetzung am Regionalwettbewerb Jugend forscht teil. Wie im vorletzten Jahr fand dieser wieder am SRH Campus in Heidelberg statt, wo Groß und Klein ihre Projekte präsentieren konnten. Unter dem Motto „Maximale Perspektive“ ging es darum, den MINT Bereich zu stärken, Neugier bei jungen Menschen zu wecken und ihre Sinne zu schärfen sowie offen für Neues zu sein.
Die ASS trat mit sechs hoch interessanten Forschungsprojekten unter Betreuung von Karin Ackermann und Daniel Sackmann in den Kategorien Chemie und Biologie an.
Ein (strahlendes) Lächeln öffnet bekanntlich Türen. Dass aber die gängigen weißmachenden Zahnpflegeprodukte bis hin zum Bleaching sogar schädlich sein könnten, konnten Anna Sprenger und Nissa Herdem mit ihrem Projekt „Chemie des Lächelns“ an Eierschalen überprüfen.
Gerade bei Jugendlichen ist ein wenig hinterfragter Konsum von Ibuprofen häufig, auch deshalb setzten sich Ben Schmid und Katharina Zidovkina mit der veränderten Aufnahme des Wirkstoffs bei gleichzeitigem Genuss von Grapefruitsaft auseinander.
Wie wirken sich eigentlich Kälte-und Hitzestress sowie eine Umgebung im Raucherbereich auf Pflanzen aus? Mit einer Nachweismethode über Eisenchlorid untersuchte hierbei Felicitas Heller, Cherin Dietz und Hanna Etzler den Phenolgehalt in Pflanzen als Parameter für deren Wohlbefinden.
Anhand der Wasserpest Elodea densa wurde in einem anderen biologischen Projekt durchgeführt von Thalia und Nike Rodriguez Montero die Eignung als Indikator für die Eutrophierung gemessen.
Zwei weitere Projekte wurden in Kooperation mit Wolfgang Piper und Robert Friedrich vom Schülerforschungszentrum der Experimenta in Heilbronn durchgeführt. Die Gruppe „Heavy Metal Health“ bestehend aus Lara Steffner und Maya Hoffmann forschte an Hygieneartikeln und deren Belastung mit Schwermetallen. Sie schlossen dabei Tampons mit Säure auf und untersuchten deren Schwermetallgehalt mit Hilfe einer speziellen Massenspektrometrie-Analyse. Mit „Micro-up“ wurden in einem weiteren Projekt von Emily Schleining Mikroplastik, Mica und Glimmer aus Kosmetika isoliert und deren Wirkung auf die Wasseralge Chlorella untersucht.
Der NExt-Seminarkurs konnte sich insgesamt mit sehr erfreulichen Ergebnissen präsentieren. In der Kategorie Chemie gewannen die Schülerinnen und Schüler einen zweiten und dritten Platz sowie zwei 14-tägige Praktika an der BASF. Der NExt-Seminarkurs freute sich über weitere Sach- und Sonderpreise sowie den Preis des Umweltbundesamtes. Das besondere Engagement zur Förderung mathematisch, naturwissenschaftlich und technisch interessierter Schülerinnen und Schüler durch die Betreuer wurde für die große Anzahl eingereichter Projekte mit einem Schulpreis geehrt. Die Albert-Schweitzer Schule darf sich hier über einen Geldpreis von 250 Euro freuen.
Daneben hatten alle Teilnehmenden viel Spaß auch bei gemeinsamen Workshops und den großzügig von der SRH finanzierten Mittag- und Abendessen, bei denen man die anderen Teilnehmenden kennenlernen konnte. Generell war die Organisation wieder großartig, diesmal unter der Jugend forscht-Wettbewerbsleitung von Dennis Hoffmann.
Generell steht der Jugend forscht Wettbewerb jedes Jahr auch allen anderen Interessierten der Öffentlichkeit offen und es hat uns sehr gefreut, dass Claudia Weber, die Leitung der Abteilung I der ASS, auch gekommen ist, um uns zu unterstützen und sich zu informieren. Neben den eigenen Projekten wurden viele weitere interessante Experimente anderer Schulen aus Nordbaden vorgestellt. So hatten sich Schülerinnen und Schüler beispielsweise mit der Energierückgewinnung bei Elektroautos (Rekuperation) beschäftigt und ein optimiertes Modell dafür gebaut. Eine andere Gruppe hatte eine KI darauf trainiert, 400 verschiedene Vogelarten zu erkennen, was diese auch zuverlässig tat. Eine jüngere Schülergruppe hatte sich gefragt, warum Jungfüchse so gerne kuscheln und konnte nachweisen, dass dieses Verhalten energetisch günstiger ist. Eine andere Gruppe hatte Schneckenschleim genutzt, um eine Handcreme herzustellen – nur um hier eine kleine Auswahl zu nennen.
Wie immer geht auch noch ein großes Dankeschön an das Kollegium und die Schul- und Abteilungsleitung, dass die Schüler*innen nicht nur für die beiden Tage, sondern ggfs. auch für Besuche an der Experimenta oder der Bibliothek freigestellt werden konnten.
Außerdem auch ein herzliches Dankeschön an das Sekretariat, das die Abrechnungen für die Einkäufe abwickelte und noch sehr kurzfristig den Druck der Plakate ermöglichte.
Daniel Sackmann & Karin Ackermann










