Pflegeklassen besichtigen das Kraichgau-Hospiz

Wie wird in einem Hospiz gelebt und gearbeitet? Antworten auf diese Frage bekamen mehrere Klassen der dreijährigen Pflegeausbildung der Albert-Schweitzer-Schule bei Führungen durch das zukünftige Kraichgau-Hospiz in Sinsheim.

Hospizleiterin Christine Lehner und Bernhard Jung vom Förderverein Kraichgau-Hospiz an der Elsenz e.V. führten durch das Hospiz-Gebäude, das momentan zwar noch eine Baustelle ist, aber bereits im Oktober 2026 eröffnet und in Betrieb genommen wird. Die Auszubildenden bekamen einen Eindruck von der Architektur des Gebäudes, aber auch von der hospizlichen Haltung, die dort bald gelebt werden wird.

Christine Lehner zeigte und erklärte den Auszubildenden beispielsweise das Dienstzimmer des Pflegepersonals, die großzügigen Umkleideräume und die Personalküche, die für die Mitarbeitenden auch ein Rückzugsort nach belastenden Situationen sein kann. Frau Lehner erläuterte, dass die schwerkranken Menschen, die sich in ihrer letzten Lebensphase in einem Hospiz aufhalten, „Gäste“ genannt werden und präsentierte eines der geräumigen Gästezimmer mit Zugang zum umlaufenden Balkon und zur großen Terrasse. Die Auszubildenden besichtigten außerdem den Aufenthaltsbereich mit offener Küche, wo täglich frisch gekocht wird und wo Gäste und Mitarbeitende gemeinsam die Mahlzeiten einnehmen können. Die Räumlichkeiten und der Außenbereich sind so konzipiert, dass sie auch für Hospizgäste im Pflegebett zugänglich sind. Im Obergeschoss erkundeten die Auszubildenden das Pflegebad, das ein Ort des Wohlbefindens sein wird, und den Raum der Stille, der Menschen unabhängig von Religion oder Konfession ansprechen soll. Auf der Dachterrasse schließlich bewunderten die Pflege-Azubis den weiten Blick in den Kraichgau, der den Hospizgästen, ihren Angehörigen und den Mitarbeitenden gut tun wird.

Frau Lehner beantwortete kompetent die Fragen der zukünftigen Pflegefachkräfte und erläuterte Bausteine des Personalkonzepts, zum Beispiel die Anzahl der benötigten Fachkräfte, die Bedeutung der Teamentwicklung oder die geplanten Gesprächs-, Meditations- und Supervisionsangebote für die Mitarbeitenden. Anschaulich beschrieb Frau Lehner auch, wie die Mitarbeitenden des Hospizes würdevoll von verstorbenen Gästen Abschied nehmen werden.

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